Inkontinenz

Offiziell sind in Deutschland rund 10 Millionen Menschen von Inkontinenz betroffen. Und die Dunkelziffer liegt weit höher. Bereits bei den 40 bis 50-jährigen Frauen liegt der Anteil bei 25%! Hauptsächlich handelt es sich um Harninkontinenz umgangssprachlich auch als Blasenschwäche bezeichnet. Die Stuhlinkontinenz ist wesentlich seltener.
Scham und fehlende Information über Prävention und Verbesserungsmöglichkeiten verhindern häufig eine frühzeitige Erkennung und oft erfolgreiche Behandlung.

Ursachen für einen Elastizitätsverlust der Beckenbodenmuskulatur, der sogenannten Beckenbodenschwäche sind häufig Schwangerschaft, Geburt oder Östrogenmangel in den Wechseljahren. Auch Übergewicht und jahrelange schwere körperliche Arbeit kann Druck auf den Beckenboden ausüben.

Wir bieten in unserer Praxis schon nach der Geburt Beratung zum Thema Beckenbodenschwäche an. Sehr hilfreich und vorbeugend können das Tragen von Würfelpessaren und entsprechende Behandlungsmethoden sein.

Auch Yoga, Tai Chi und Cantienica sind Übungsformen mit denen man zunehmend das Bewusstsein für den Beckenboden erlernt und damit für die korrekte Aufrichtung der Wirbelsäule zur Vermeidung von Haltungsstörungen sorgt. Begleitend sollte, wenn nötig eine Gewichtsreduktion sowie eine Anpassung des Lebensstils angestrebt werden.

Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, beraten wir Sie gerne individuell über weitere Therapiemöglichkeiten, wie z.B. physiotherapeutische Behandlungen, Elektrostimulation, Medikamente und ggf. operative Eingriffe.

Die ersten Schritte sind immer:
Ansprechen der Problematik und die gemeinsame Suche nach Möglichkeiten der Verbesserung.

Zögern Sie nicht!